Medizin ist Gift, doch Gift ist Medizin. Eine einzige Dosis macht Medizin zu Gift und Gift zu Medizin.
Die wichtigste Regel: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Pflanze sicher ist, — berühren oder riechen Sie nicht an ihr! Dies ist besonders wichtig für Kinder und Haustiere!
Menschen haben die prachtvollste Flora aus aller Welt in Gärten zusammengetragen, doch kaum jemand dachte an die Gefahren dieser botanischen Sammlungen. Und in der Tat: Würden wir dies heute konsequent zu Ende denken, müssten wir die Hälfte unserer Gärten und Parks roden und damit die immense Arbeit der Pflanzenzüchter verwerfen, die noch exquisitere Sorten dieser wehrhaften Pflanzen hervorgebracht haben.
Schöne Gefahren mediterraner Gärten: Gewöhnlicher Oleander, Peruanische Thevetie, Gewöhnliches Wandelröschen, Aronstabgewächse, Duranta, Brugmansia, Chinesischer Zedrachbaum, Plumeria, Wisteria, Erythrina, Alocasia, Cestrum…
Es gibt Pflanzenfamilien, denen man stets mit Vorsicht begegnen muss, wie zum Beispiel den Nachtschattengewächsen. In der gesamten Familie enthält zumindest irgendein Teil der Pflanze giftige Alkaloide. Zu den Zier-Nachtschattengewächsen gehören: Brugmansia, Cestrum, Jasmin-Nachtschatten, Kartoffelbaum und Blaugrüner Tabak.
Auch die Familie der Hülsenfrüchtler umfasst viele giftige Arten: Wisteria, Erythrina, Parkinsonia, Ginster, Stechginster, Retama und Goldregen.
Häufig sind Pflanzen, die Milchsaft enthalten, giftig, und der Saft selbst verursacht Dermatitis und Verbrennungen der Schleimhäute. Beispiele hierfür sind Plumeria, Ficus, Feige, Wolfsmilchgewächse und Schefflera.
Pflanzen weisen unterschiedliche Grade der Toxizität auf: von schwach giftig, wobei der Verzehr nur leichte Beschwerden verursacht, bis hin zu tödlich, was beispielsweise zu Herzstillstand und Muskellähmung führen kann.
Dennoch sind wir der Überzeugung, dass tödlich giftige Pflanzen in einem privaten Garten so weit wie möglich von Kindern und Haustieren entfernt platziert werden sollten, insbesondere wenn sie giftige Früchte tragen. Damit Ihre Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt im Garten verweilen können, muss dieser absolut sicher sein.
Das Ziel dieses Artikels ist nicht, Beunruhigung zu stiften, sondern das Bewusstsein zu schärfen. Bei einem Spaziergang durch einen Park oder Garten raten wir Ihnen, die Pflanzen nicht zu berühren, sondern einfach all die Schönheit zu bewundern, die die Natur erschaffen hat. Und bringen Sie Kindern die grundlegende Regel für den Umgang mit der Natur bei: Wenn du es nicht kennst, berühre es nicht!
Yana Danyuk
Leitende Designerin von Gardeniana. Sie gestaltet Designergärten in Athen und in ganz Griechenland.


