Ein prachtvoller, gesunder, smaragdgrüner und unkrautfreier Rasen ist der Traum eines jeden Gartenbesitzers. Doch obwohl seine Anlage vergleichsweise kostengünstig ist, erfordert er einen erheblichen Pflegeaufwand, sowohl in Form von Arbeitszeit als auch an finanziellen Investitionen.
Wenn Sie alle notwendigen Pflegemaßnahmen durchführen (Vertikutieren, Aerifizieren, Mähen mindestens einmal pro Woche sowie Düngung, Krankheitsbehandlung und -prävention sowie manuelle oder chemische Unkrautbekämpfung), werden pro Saison etwa 100 Arbeitsstunden pro 100 Quadratmeter Rasenfläche benötigt.
Rechnen wir nach: Ausgehend von einem achtstündigen Arbeitstag eines Gärtners entspricht dies etwa 12 Arbeitstagen pro 100 Quadratmeter. Hinzu kommen die Anschaffung von Geräten und Verbrauchsmaterialien (Dünger, Herbizide, Fungizide und Insektizide).
Ein Rasen ist wie ein teurer Rassehund, der ständige Pflege und Premiumfutter benötigt.
Yana Danyuk
Leitende Designerin
Die Rasenpflege hat noch eine andere Seite: den Einsatz einer großen Menge chemischer Produkte, die der menschlichen Gesundheit nicht gerade zuträglich sind. Da ein Rasen eine künstlich geschaffene Umgebung ist, die nichts mit der Natur gemein hat, benötigt er eine künstliche Lebenserhaltung.
Häufiges Mähen erfordert eine kontinuierliche Düngung; um die Reinheit der Grasnarbe zu erhalten, sind Herbizidbehandlungen zur Unkrautvernichtung erforderlich; die Monokultur einer einzigen Art und der Bedarf an regelmäßiger Bewässerung begünstigen die Entstehung von Krankheiten und Schädlingen, was wiederum Behandlungen mit Fungiziden und Insektiziden erforderlich macht.
Wie lautet das Fazit? Auf den Rasen verzichten? Natürlich nicht! Ein Rasen sollte so gestaltet werden, dass seine Pflege vereinfacht wird. Er sollte ein eigenständiges Gartenelement von einfacher Form sein, an einem warmen, sonnigen Platz liegen, nicht durch andere Gartenbereiche unterbrochen werden und frei von darauf platzierten Objekten (wie Bäumen, Bänken usw.) sein. Seine Fläche sollte ausreichen, um den Bedürfnissen der Besitzer nach Erholung und Sport gerecht zu werden. Im Grunde sollte es eine gepflegte, schöne grüne Rasenfläche sein. Ein Rasen sollte nicht bloß als Kulisse für die Pflanzung von Nadelgehölzen, Laubgehölzen und Sträuchern verstanden werden. Seien wir ehrlich: Ein Rasen leidet und verkümmert im Schatten von Bäumen und Sträuchern, während alle Maßnahmen der Rasenpflege die Lebensdauer genau dieser Pflanzen verkürzen.
Wie sieht die Lösung aus? Schaffen Sie nachhaltige Pflanzungen aus Sträuchern und Stauden, die unter den gegebenen Bedingungen gedeihen, ohne eine endlose Pflege zu erfordern.
Ein Rasen sollte eine grüne Fläche für Erholung und Sport sein, keine Kulisse für die Pflanzung von Nadelgehölzen, Laubgehölzen und Sträuchern.
Yana Danyuk
Leitende Designerin
Yana Danyuk
Leitende Designerin von Gardeniana. Sie gestaltet Designergärten in Athen und in ganz Griechenland.


